Verkehrsrecht im Münsterland

Ein schwerer Verkehrsunfall oder erhebliche Mängel an einem neu gekauften Fahrzeug können weitreichende gesundheitliche und wirtschaftliche Folgen haben.

Als Fachanwalt für Verkehrsrecht und Fachanwalt für Versicherungsrecht konzentriere ich meine Tätigkeit im Verkehrsrecht insbesondere auf zwei Bereiche:

Unfallrecht und Personenschäden
sowie
Kfz-Kaufrecht bei mangelhaften Neu- und hochwertigen Fahrzeugen.

Dabei vertrete ich Mandanten aus Bocholt, dem Münsterland und – insbesondere bei schweren Personenschäden – auch überregional.

Rechtsanwalt Tim S. Rathner
Fachanwalt für Verkehrsrecht
Fachanwalt für Versicherungsrecht
Fachanwalt für Strafrecht

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Telefon: 02871 2789-0
E-Mail: anwalt@ihr-gutes-recht-bocholt.de


Unfallrecht

Nach einem Verkehrsunfall die eigenen Ansprüche vollständig durchsetzen

Nach einem Verkehrsunfall geht es häufig um mehr als die Reparatur eines Fahrzeugs.

Neben der Haftungsfrage müssen zahlreiche einzelne Schadenspositionen geprüft werden. Bei Verletzungen können außerdem Ansprüche entstehen, deren wirtschaftliche Bedeutung sich erst über Monate oder Jahre vollständig zeigt.

Ich übernehme die Regulierung von Verkehrsunfällen gegenüber der gegnerischen Haftpflichtversicherung und vertrete meine Mandanten außergerichtlich sowie erforderlichenfalls gerichtlich.

Dabei prüfe ich insbesondere Ansprüche wegen:

Fahrzeugschäden

Reparaturkosten
Wiederbeschaffungsaufwand bei Totalschaden
merkantiler Wertminderung
Gutachterkosten
AbschleppkostenMietwagenkosten
Nutzungsausfall
sonstiger unfallbedingter Kosten

Personenschäden
Schmerzensgeld
Verdienstausfall
Erwerbsschaden
Haushaltsführungsschaden
Heilbehandlungskosten
Pflege- und Betreuungskosten
unfallbedingtem Mehrbedarf
zukünftigen Schäden

Bei schweren Verletzungen reicht eine rein kurzfristige Betrachtung des Schadens häufig nicht aus.


Schwere Verkehrsunfälle und Personengroßschaden

Wenn die Folgen eines Unfalls bleiben

Ein besonderer Schwerpunkt meiner Tätigkeit liegt auf schweren Personenschäden und Personengroßschäden.

Nach einem schweren Verkehrsunfall können gesundheitliche Beeinträchtigungen dauerhaft bestehen bleiben und das berufliche, private und wirtschaftliche Leben des Verletzten grundlegend verändern.

Typische Fälle betreffen beispielsweise:
Schädel-Hirn-Verletzungen
neurologische Dauerschäden
schwere orthopädische VerletzungenAmputationen
dauerhafte Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit
Pflege- oder Betreuungsbedarf
erhebliche Mobilitätseinschränkungen

In diesen Fällen genügt es nicht, lediglich ein Schmerzensgeld zu berechnen.

Vielmehr muss untersucht werden, welche gegenwärtigen und zukünftigen Schäden durch den Unfall entstanden sind.

Dazu können beispielsweise Erwerbsschäden, Pflegeleistungen, Haushaltsführungsschäden, notwendige Umbauten, zusätzliche Mobilitätskosten und zukünftige Heilbehandlungen gehören.

Vorsicht bei endgültigen Abfindungen

Bei schweren Personenschäden bieten Versicherer teilweise eine abschließende Kapitalabfindung an.

Eine endgültige Abfindungsvereinbarung sollte besonders sorgfältig geprüft werden. Sie kann auch Ansprüche betreffen, deren tatsächliche wirtschaftliche Bedeutung heute noch gar nicht vollständig absehbar ist.

Insbesondere zukünftiger Erwerbsschaden, eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes oder zunehmender Pflegebedarf können erhebliche Auswirkungen haben.

→ Mehr zum Personengroßschaden


Ein Unfall – mehrere Versicherungen

Ein schwerer Verkehrsunfall kann neben Ansprüchen gegen die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers weitere Versicherungsansprüche auslösen.

Dazu können insbesondere Leistungen aus einer eigenen privaten Unfallversicherung gehören.

Gerade hier verbindet sich meine Tätigkeit als Fachanwalt für Verkehrsrecht mit meiner Fachanwaltschaft für Versicherungsrecht.

Bei dauerhaften Unfallfolgen prüfe ich deshalb auch, ob neben den Haftpflichtansprüchen weitere Versicherungsleistungen in Betracht kommen.

→ Mehr zur privaten Unfallversicherung


Kfz-Kaufrecht

Mängel am Neuwagen oder hochwertigen Fahrzeug

Ein neu gekauftes Fahrzeug sollte zuverlässig funktionieren.

Treten dagegen kurz nach der Auslieferung erhebliche Mängel auf oder muss das Fahrzeug immer wieder in die Werkstatt, stellt sich häufig die Frage:

Muss ich weitere Reparaturversuche hinnehmen – oder kann ich den Fahrzeugkauf rückabwickeln?

Ein weiterer Schwerpunkt meiner Tätigkeit im Verkehrsrecht liegt auf dem Kfz-Kaufrecht, insbesondere bei Mängeln an Neu- und hochwertigen Fahrzeugen.

Ich vertrete Käufer beispielsweise bei:
wiederkehrenden technischen Defekten
elektronischen Fehlern
Problemen mit Fahrerassistenzsystemen
Softwareproblemen
Problemen mit Infotainment- und Kommunikationssystemen
Antriebsstörungen
Ladeproblemen bei Elektrofahrzeugen
erheblichen Geräusch- oder Komfortmängeln
wiederholten Werkstattaufenthalten
erfolglosen Reparaturversuchen
Streit über das Vorliegen eines Fahrzeugmangels


Rücktritt vom Neuwagenkauf

Kann ich das Fahrzeug zurückgeben?

Umgangssprachlich wird häufig von der „Rückgabe“ eines mangelhaften Neuwagens gesprochen.

Rechtlich geht es regelmäßig um die Frage, ob die Voraussetzungen für einen Rücktritt vom Kaufvertrag und die anschließende Rückabwicklung vorliegen.

Nicht jeder Fahrzeugmangel berechtigt automatisch zum Rücktritt.

Entscheidend sind unter anderem:
welcher Mangel vorliegt,
wie erheblich die Beeinträchtigung ist,
wann der Mangel aufgetreten ist,
wie der Verkäufer reagiert hat,
welche Nachbesserungsversuche bereits durchgeführt wurden und
ob weiterhin eine vertragsgemäße Nacherfüllung zu erwarten ist.

Gerade bei einem hochpreisigen Fahrzeug kann eine rechtliche Prüfung wirtschaftlich erhebliche Bedeutung haben.


Welche Rechte bestehen bei einem mangelhaften Fahrzeug?

Je nach Sachverhalt können insbesondere folgende Rechte in Betracht kommen:
Nacherfüllung
Nachbesserung
Ersatzlieferung
Minderung des Kaufpreises
Rücktritt vom Kaufvertrag
Schadensersatz

Welche Möglichkeit im konkreten Fall besteht und welche Vorgehensweise sinnvoll ist, hängt vom Kaufvertrag, vom Mangel und vom bisherigen Ablauf ab.

Bei einem Verbrauchsgüterkauf gelten teilweise besondere Regelungen für Nacherfüllung und Rücktritt.


Wiederholte Werkstattaufenthalte

Besonders häufig entstehen Auseinandersetzungen, wenn ein Fahrzeug immer wieder mit demselben oder einem ähnlichen Problem in die Werkstatt gebracht wird.

Dann ist eine genaue Dokumentation wichtig.

Für die spätere rechtliche Bewertung sollte möglichst nachvollziehbar sein:
wann welcher Fehler aufgetreten ist,
wann der Händler informiert wurde,
welche Beanstandung im Werkstattauftrag festgehalten wurde,
welche Reparatur durchgeführt wurde,
ob der Fehler anschließend erneut aufgetreten ist und
welche Erklärungen Händler oder Hersteller abgegeben haben.

Deshalb sollten Werkstattaufträge nicht nur mündlich erteilt und vorhandene Fehlermeldungen möglichst dokumentiert werden.


Welche Unterlagen benötige ich?

Für eine erste Prüfung sind insbesondere hilfreich:
Kaufvertrag oder verbindliche Bestellung
Rechnung
Ausstattungsbeschreibung
Werkstattaufträge
Reparaturberichte
Fehlerspeicher oder Diagnosen
Fotos und Videos
Fehlermeldungen des Fahrzeugs
Schriftverkehr mit Händler und Hersteller
gegebenenfalls Pannen- oder Abschleppberichte

Je besser der bisherige Verlauf dokumentiert ist, desto genauer lässt sich beurteilen, welche kaufrechtlichen Möglichkeiten bestehen.


Fahrzeugtechnik und Verkehrsrecht

Auseinandersetzungen über Fahrzeugmängel sind häufig nicht nur juristisch, sondern auch technisch geprägt.

Meine Tätigkeit im Kfz-Bereich wird durch meine langjährige Beschäftigung mit dem Straßenverkehr ergänzt.

Neben meiner Fachanwaltschaft für Verkehrsrecht bin ich unter anderem zertifizierter verkehrsrechtlicher Berater für das Fuhr- und Omnibusgewerbe, habe die Fachkundeprüfung Güterkraftverkehr abgelegt und bin seit vielen Jahren als Dozent an einer Fahrlehrerfachschule tätig.

Diese praktische Nähe zum Kraftfahrzeugbereich ist insbesondere dann hilfreich, wenn rechtliche und technische Fragestellungen ineinandergreifen.


Verkehrsstraftat nach einem Unfall?

Nach einem Verkehrsunfall kann neben der zivilrechtlichen Schadenregulierung gleichzeitig ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren entstehen.

Das betrifft beispielsweise Vorwürfe wegen
unerlaubten Entfernens vom Unfallort
fahrlässiger Körperverletzung
fahrlässiger Tötung
Gefährdung des Straßenverkehrs
Trunkenheit im Verkehr

Als Fachanwalt für Verkehrsrecht und Fachanwalt für Strafrecht kann ich auch diese Schnittstelle betreuen.

→ Mehr zur Strafverteidigung und zum Verkehrsstrafrecht


Rechtsanwalt Tim S. Rathner

Fachanwalt für Verkehrsrecht
Fachanwalt für Versicherungsrecht
Fachanwalt für Strafrecht

Schwerpunkte:

Personengroßschaden · Private Unfallversicherung · Kfz-Recht · Strafverteidigung

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